Aktuelles

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24.01.2022

„Schölers leest Platt“: Till Jessen gewinnt Vorlesewettbewerb

Die Geschichten sind gelesen, der Gewinner steht fest. Till Jessen aus der 7b hat den Vorlesewettbewerb „Schölers leest Platt“ gewonnen. Er wird das Alte Gymnasium beim Landschaftsentscheid, einer Regionalentscheidung, in der Altersstufe der 5. bis 7. Klassen vertreten. Der Heimatbund, der den Wettbewerb ausrichtet, nennt Platt den „echten Sound Schleswig-Holsteins“ – und der Sound war richtig gut. Mit dem Text „Wi hebbt tohuus en Katt“ überzeugte Till die Jury um die Plattdeutschbeauftragte Lena Leißner und den Kollegen Stefan Beuke. Gut vorbereitet und mit großem Sprachtalent zeigten sich auch die Zweitplatzierte Martha Clausen und der Drittplatzierte Jesper Jordt (beide aus der 6d).
Hartlich Glückwunsch!

Drei Plattdeutsch-Talente: Schulsieger Till Jessen (Mitte), Jesper Jordt und Martha Clausen. (Foto: Stefan Beuke)

Stefan Beuke


21.01.2022

Philosophischer Essay: Brauchen wir heute noch Werte?

Karsten Lorenzen (Q1) beteiligte sich im Schuljahr 2021/22 am bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerb „Philosophischer Essay“ und beschäftigte sich mit der Frage, ob wir heute noch Werte brauchen. Von den eingereichten Essays wurde zwar derjenige von Karsten nicht als bester ausgewählt, dennoch von der Jury mit lobenden Worten bedacht. Demnach zeuge Karstens Essay von Kreativität, Individualität sowie Stringenz und habe zu großer Begeisterung bei der Jury geführt.
Wir gratulieren herzlich zu dieser beachtenswerten Leistung!

Mandy Haupt

Brauchen wir heute noch Werte?

Ja! Oder vielmehr: Diese Frage macht keinen Sinn, denn die Funktionalität einer hochkomplexen Gesellschaft wie der unseren fundiert auf einem Übereinkommen und auf genereller Hochachtung von Werten und Wertvorstellungen. Für alle Langweiler, die dieser Aussage vermutlich zustimmen, aber für alle noch größeren Langweiler bzw. Hobbyphilosophen, die dies aus unergründlichen Gründen hinterfragen sollten, folgt hier ein Gedankenexperiment: Was wäre, wenn zum Beispiel der Wert des Vertrauens missachtet würde? Geld und finanzielle Transaktionen in ihrer Gänze sind im Grunde Akte des Vertrauens, denn in jede Transaktion muss man als dienstleistende Person darauf vertrauen, dass man den Wert der verrichteten Arbeit möglichst ebenwertig in Geldform ausgezahlt bekommt. Umgekehrt muss eine Person, die im Voraus zahlt, darauf vertrauen, dass der Wert, der im Geld steckt, auch physisch ebenwertig ausgezahlt wird. Demnach sind finanzielle Transaktionen jeglicher Art ohne den grundlegenden Wert „Vertrauen“ nicht möglich. Ebenso sind Verträge beispielsweise ohne Vertrauen nicht möglich; so sind jene nur durch die gesellschaftliche Achtung als eine an sich zu haltende, insofern „unbrechbare“, höhere Instanz überhaupt möglich, denn ohne diese Gegebenheit ist ein Vertrag nur ein Stück Papier, auf dem irgendetwas ohne Bedeutung formuliert ist. Abseits der Leitfrage ist dies vergleichbar mit Beleidigungen oder mit Sprache an sich; Beleidigungen sind letztendlich auch nur gesellschaftlich als schlimm anerkannte Äußerungen, die erst durch diese gesellschaftliche Kopplung an Bedeutung erlangen und bei betroffenen Personen emotionale Reaktionen hervorrufen (können). Doch abseits dessen kann man somit festhalten, dass allein schon durch das Fehlen eines einzigen der vielzähligen Werte, die unsere komplexe Gesellschaft auszeichnen, diese Gesellschaft nicht mehr funktionieren könnte.

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Doch machen wir weiter: Was passiert, wenn es den Wert der Gerechtigkeit nicht mehr gäbe? Was passiert, wenn es beispielsweise keine Polizei, keine Herrschafts- und Regierungssysteme, keine Institutionen mehr gäbe? Die Antwort ist ohne Zweifel Anarchie und eine daraus folgende vermutlich totalitäre, neue Regierung. Denn der Mensch neigt von Natur aus zur Gewalt, und wenn diese Gewalt nicht von einer Instanz wie der Polizei gestoppt und gedrosselt werden kann, ist ein normales, friedliches Leben, wie wir es kennen, nicht mehr möglich. Natürlich ist diese utopische Vorstellung der perfekten theoretischen Funktion von Staatsorganen nicht die oft enttäuschende Praxis, bei der Menschen, z. B. im Polizeiberuf, das Gegenteil ihrer eigentlich ordnungs- und rechtschaffenden Funktion bewirken. Jedoch lässt sich dennoch generell erkennen, dass allein schon das Fehlen eines einzigen Wertes in der Gesellschaft zu einem Kollaps dieser führen kann. Umso klarer wird dies, je mehr Beispielszenarien man durchgeht. Ich könnte jetzt, denke ich, einige Seiten lang fortfahren, aber ich denke, meine Antwort ist recht deutlich: Ja, definitiv brauchen wir Werte, wenn man sich nicht gerade danach sehnt, dass unsere Gesellschaft sich, um es stark verharmlost auszudrücken, in der Zeit zurückbewegt.
Ein weiterer Punkt, der sich ebenfalls in Verbindung auf die Werte in der westlichen Gesellschaft bezieht, ist die Religion und ihre Rolle in Bezug auf die Wertbegründung und -erhaltung. Denn meiner Meinung nach ist das Christentum und seine Verbreitung im Abendland sowie die derzeitige immer stärker werdende Ablehnung dessen der Grund, weshalb die westliche Gesellschaft einerseits erstmals funktionieren konnte und sich andererseits seit den letzten 100 Jahren selbst abschafft. Denn die Bibel bzw. der christliche Glaube besitzt in seiner Essenz (natürlich nicht pauschal gesehen, aber im Kontext der Argumentation) zehn Lebensweisheiten, die als Regeln deklariert werden, denen man Folge leisten muss, da Gott alles sieht, was man macht, und man sich bei Begehen eines Regelbruchs entweder ehrlich entschuldigt und sich reinwaschen kann oder man schmort in der Hölle. Natürlich kann man sowohl an der Validität meiner Repräsentation des Christentums als auch am Christentum selbst aus wissenschaftlicher/technischer Perspektive zweifeln, doch ist unbestreitbar, dass das Christentum dadurch, dass viele Menschen daran glauben, ein ungeheures Potential zu einem gerade moralischen, aber auch mehr oder weniger konstitutionellen Grundgesetz enthält, welches als solides Fundament für weitere, konkretere Regierungsmodelle fungiert und welches generell ein geregeltes Zusammenleben in Bezug auf die eigene Gesundheit und den Geisteszustand, den Umgang mit anderen Menschen im Alltag, aber auch politische Machtkämpfe allein schon durch den Respekt und den Glauben an ein höheres Wesen, welches ein gutes Verhalten sich selbst und anderen gegenüber quasi verpflichtet, ermöglicht. Wenn sich an dieses verhältnismäßig unkomplizierte Modell alle Menschen – egal ob arm, reich, stark, schwach, angesehen, verstoßen, glücklich oder unzufrieden – hielten, böte es einen gewissen gemeinsamen Nenner; selbst zwischen Personen, die sonst absolut keine Gemeinsamkeiten aufweisen. Durch die derzeitig immer größer werdende Verstoßung und Ablehnung dieses Grundpfeilers für die Wertschöpfung und nachhaltige Werterhaltung in unserer Gesellschaft kommt es immer eher zu gesellschaftlicher Spaltung und Spannungen und in Zukunft – als Ergebnis von langfristiger Verschlimmerung dieser Symptome – zu Krieg, denn wer nichts gemeinsam hat, hat nichts zu verlieren, sondern nur materielles und strategisches Gut zu gewinnen, wenn er den anderen angreift. Man muss sich nicht mit den Konsequenzen befassen, wenn man einen zumindest durch Moralprinzipien verbundenen, wenn man so will, „Freund“, angreift. Ferner kann man ebenfalls nicht mehr von einer „Gesellschaft“ reden, wenn diese nichts mehr zusammenhält und jeder nur noch als opportunistisches, egozentrisches Individuum ohne tieferen Sinn umherirrt. Nietzsche hat ebenfalls ähnlich argumentiert, als er den Glaubensverlust und dessen Folgen für das 20. Jahrhundert schon Mitte des 19. Jahrhunderts voraussagte.
Abseits dessen ist eine weitere interessante Frage, wenn man einsieht, dass zumindest „grundlegende“ Werte wie Gerechtigkeit, Vertrauen, Ehrlichkeit, Höflichkeit, Dankbarkeit etc. unbedingt notwendig für das Funktionieren der Gesellschaft sind, ob es veraltete bzw. unwichtige Werte gibt. Im Hinblick darauf urteile ich, dass man nicht entscheiden dürfe, welche Werte „wichtig“ und welche „unwichtig“ seien. Denn wenn man sich beispielsweise das nationalsozialistische Deutschland unter Hitler ansieht, erkennt man, dass dort definitiv die Familie, die Tradition und die Disziplin wertgeschätzt wurde sowie das Gefühl des Zusammenhalts, welche allesamt an sich nicht wirklich als schlechte Werte erachtet werden können. Doch war an dem nationalsozialistischen Deutschland eine fundamentale Sache falsch, nämlich, dass diese Werte nur für die „besseren“, ethnisch deutschen Menschen galten, und andere Menschen allein wegen ihres Glaubens, ihrer Abstammung und ihres allgemeinen „Nicht-Deutschseins“ als schlechter betrachtet wurden. Die sich im Dritten Reich abgespielten Ereignisse wie die Judenverfolgung sind, wenn man es so will, direkte Konsequenzen von gänzlich ignorierten oder nur auf privilegierte Personen angewandte Werte.
Also behaupte ich, dass man, ja, sowieso Werte an sich braucht, diese durch Religion gestärkt und erhalten werden sollten und man auch nicht die Möglichkeit bekommt, sich an bestimmte Werte nicht oder nur teilweise zu halten, da dadurch – mit Blick auf die Geschichte und die derzeitige Coronapolitik – aus einer absoluten Gesetzlosigkeit ein auf grausame Weise viel effizienteres System mit gesellschaftlich akzeptierten Gesetzen und Methoden, die sich gezielt gegen bestimmte Personengruppen richten, entstehen kann.
Man muss sich auch generell fragen, wer auf die Idee kommt, dass man heute keine Werte mehr brauchte, denn selbst ein voll moderner anarchistischer Antifaschist mit blauen Haaren, der so etwas vielleicht äußern würde, würde doch selbst, wenn er sein Gehirn benutzen würde, irgendwann merken, dass die Grundeinstellung „Wertezerstörung und absolute Anarchie“ doch auch nur ein Wertesystem ist, nach welchem dieser dann lebt. Man kann gar nicht ohne Wertesystem bzw. ohne eine Art Weltanschauung leben, da der menschliche Verstand sonst einer ständigen Reizüberflutung ausgesetzt wäre und eine generelle Überforderung erleiden würde; unabhängig davon, ob es, wie in der Ausgangsfrage, um „heute“ oder um die Steinzeit geht. Der Mensch ist also gar fundamental an Werte gebunden, was die Ausgangsfrage ad absurdum führt – den modernen blauhaarigen anarchistischen Antifaschisten theoretisch auch, jedoch nicht in der Praxis, denn der ist eigentlich schon absurd genug.

Ein Essay von Karsten Lorenzen, Q1


06.01.2022

Kurzfilmprojekt Informatikunterricht Klasse 9


9/11

Banküberfall

Bruderstreit

Fußballspiel

Super Mario

Mondlandung

Nahrungskette im Meer

Panzerkampf

Stadtszene

StarWars

Untergang der Titanic

Vogeltod

17.12.2021

„Wir sind es alle, die da durchmarschieren!“

Chefarzt Hauke Staats referiert zu Auswirkungen von Corona auf Schülerinnen und Schüler

„Zwei Jahre Corona … und nun?“ – das war die Frage, der sich der Chefarzt der „Villa Paletti“, Hauke Staats, auf einem klassenübergreifenden Informationsabend im Alten Gymnasium widmete. Vorbereitet worden war die Zusammenarbeit mit der Flensburger Kinder- und Jugendpsychiatrie von Schulleiter Christoph Kindl; gekommen waren zahlreiche Eltern, aber auch Schülerinnen und Schüler des Alten Gymnasiums sowie Lehrkräfte. Passend dazu beschrieb Staats die Corona-Pandemie mit ihren Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche als gemeinsame Aufgabe aller Beteiligten: „Wir sind in dieser Situation nicht allein, wir sind es alle, die da durchmarschieren!“ Entscheidend sei daher der Austausch untereinander und große Aufmerksamkeit dafür, wie es dem jeweils anderen gehe. „Wegschauen ist anstrengender als hinschauen!“, fasste Staats seinen Appell zusammen. An die Lehrerinnen und Lehrer gerichtet rief er dazu auf, den Mut zu haben, frühzeitig auch Experten von außen in die Schule zu holen, wenn Kinder und Jugendliche offensichtlich unter der Pandemiesituation litten bzw. sogar psychische Erkrankungen entwickelten. Denn von einer Zunahme solcher Erkrankungen sei während und nach Corona sicher auszugehen. Jetzt aber komme es darauf an, wie alle Beteiligten gemeinsam auf diese Krise reagierten. Dem Alten Gymnasium will Staats gern weiter als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. „Wir bleiben in Kontakt“, schloss er den Abend am Ende einer Fragerunde, an der sich Eltern, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler sehr offen beteiligten.

Dr. Jan-Christian Schwarz


05.12.2021

„Viele Menschen blühen im Ehrenamt auf“

Am Montag werden am Alten Gymnasium einige Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte anders gekleidet sein als sonst. Und das liegt nicht daran, dass sie in einem Nikolauskostüm stecken. Viel mehr soll auf ein wichtiges Thema aufmerksam gemacht werden: das Ehrenamt. Diesem ist ein eigener Tag gewidmet, der 5. Dezember, der dieses Jahr auf einen Sonntag fällt. In den Folgetagen stellen Schülerinnen und Schüler in den Klassen und Kursen vor, in welchem Ehrenamt sie sich engagieren, und tragen – wenn sie es möchten – ihre Ehrenamtskleidung. Im Vorfeld haben Marie Wagner und Katharina Friemert aus der Journalismus-AG sich mit drei Schülerinnen und einem Schüler unterhalten, die sich für das Gemeinwohl einsetzen. Sie stehen stellvertretend für all diejenigen an unserer Schule, die ehrenamtlich tätig sind. Das Engagement ist breit gefächert. Rieke Wagner aus dem Q2-Jahrgang engagiert sich bei der Kirche in der Jugendarbeit mit Konfirmanden und ist beim Kreissportbund im Zeltlager dabei. Estrella Destani (Q2) trainiert eine U12-Basketballmannschaft. Nell Bremer (Q2) engagiert sich bei der DLRG ebenso wie Jannis Johnsen (E-Jahrgang), der zudem noch in der Jugendfeuerwehr aktiv ist.

⥥ Hier gibt es das vollständige Interview zu lesen: ⥥

Warum seid ihr ehrenamtlich tätig?

Jannis: Ich bin ehrenamtlich tätig, weil es mir gefällt, anderen Menschen zu helfen und mich so zu betätigen, dass es wirklich etwas bringt.

Rieke: Ich habe Spaß an der Arbeit mit Jugendlichen. Der Themenbereich gefällt mir einfach gut. Er ist immer wieder spannend, er macht immer wieder Spaß. Man lernt viele neue Leute kennen.

Nell: Am Anfang bin ich da mehr oder weniger reingerutscht. Freunde, die bei der DLRG waren, haben mich einfach mitgekommen. Da war ich 13, glaube ich. Dann hat es angefangen, dass ich in der Halle geholfen habe und beim Schwimmen mittrainiert habe. Und dann hieß es: „Wenn du trainierst und das Abzeichen hast, kannst du ja auch mit Wache machen.“ Das haben alle anderen auch gemacht, also war ich auch dabei. Mittlerweile ist es so, dass es richtig familiär ist, wenn man Wache am Strand läuft. Da freut man sich, wenn man da unten ist. Deswegen habe ich auch Spaß daran, das jedes Jahr wieder zu machen.

Und „da unten“ bedeutet was genau?

Nell: Damit meine ich den Strand in Wassersleben, an dem ich für die DLRG im Einsatz bin.

Mit familiär meinst du wahrscheinlich das Agieren in eurem Team?

Nell: In den Sommerferien ist man mindestens eine Woche fest eingetragen und schläft auch dort. Man kocht zusammen, isst zusammen, macht alles zusammen. Das hat schon was.

Estrella: Ich spiele selbst schon seit mehreren Jahren Basketball. Der Bedarf an Jugendtrainern ist groß. Als dann rumgefragt wurde, dachte ich: Warum nicht? Ich mag Basketball. Außerdem hatte ich vorher schon Nachhilfe gegeben, hatte also schon Kontakt zu Kindern, und habe diesen hoffentlich etwas beibringen können. Dann habe ich ein Probetraining gegeben. Das hat Spaß gemacht, und so bin ich dabeigeblieben.

Gibt es etwas, das euch besonders an eurem Ehrenamt gefällt?

Nell: Sowohl an der Wache als auch beim Schwimmtraining ist es schön zu sehen, wenn man Menschen geholfen hat. Es kommt immer wieder ein Danke oder ein Lächeln. Das gibt schon Selbstbestätigung.

Jannis: Das kann ich nur bestätigen. Wenn man am Strand oder in der Halle ein Danke oder ein Lächeln bekommt, das gefällt mir am meisten am Ehrenamt.

Estrella: Dem Helfen würde ich mich anschließen. Beim Basketball ist es eben auch so, dass man gemeinsam als Team Erfolge feiert. Das macht Spieler, aber auch Trainer stolz. Wenn eine Mannschaft, die ganz neu zusammengewürfelt wurde, das erste Spiel gewinnt, und man das Lächeln in den Gesichtern sieht, daran hat man einfach auch selbst Spaß.

Rieke: Dem kann ich mich auch voll anschließen. Das Schöne ist es, Kinder und Jugendliche für etwas zu begeistern. Kirche ist nun nicht etwas, das vielen jungen Menschen Spaß macht. Viele gehen zum Konfirmandenunterricht, damit sie die Konfirmation feiern können und Geld bekommen. Aber es kommt immer wieder vor, dass ich Spiele organisiere, auf die die Leute richtig Bock haben, mitmachen und sich freuen. Das wiederum freut mich am meisten. Daraus ziehe ich Kraft und Motivation.

Gibt es eine Situation oder ein Erlebnis, das euch besonders in Erinnerung geblieben ist?

Nell: Dadurch, dass wir unten am Strand sind, haben wir ja die ein oder anderen Sani-Fälle. Da waren einige dabei, die lebensbedrohlich waren oder nicht gut ausgegangen sind. Da bleiben schon einige Dinge im Kopf.

Rieke: Ich unterrichte ganz viele verschiedene Kinder und Jugendliche aus ganz unterschiedlichen Familien. Wir haben ein Mädchen bei uns gehabt, das hat es nicht unbedingt leicht. Nach dem Konfirmandenunterricht ist es extra nochmal zu mir gekommen, um sich für den Tag und für die Spiele zu bedanken, die ich mit ihnen gemacht hatte. Dabei musste ich das Mädchen vorher auch zu den zehn Geboten abfragen. Dieses persönliche Dankeschön hat mich einfach wahnsinnig gefreut. Man hat gemerkt, man bekommt etwas zurück – und man hat jemandem geholfen.

Estrella: Bei mir würde das auch aufs positive Feedback zurückgehen. Zwei Spieler aus einer jüngeren Mannschaft hatten bei uns beim Spiel ausgeholfen. Mit denen hatte ich auch zum ersten Mal Training. Als sie dann beim ersten Spiel mitgespielt haben, haben sie sich so gefreut, dass sie direkt gefragt haben, ob sie bei uns im Team bleiben und weiter mit uns trainieren können. So ein Feedback macht immer Spaß.

Jannis: Bei mir ist es sowohl in der Jugendfeuerwehr als auch bei der DLRG kein besonderes Ereignis, das ich im Kopf habe. Vielmehr geht es darum, dass alle zusammenhalten und gut miteinander auskommen.

Wenn man ehramtlich tätig ist, hilft man Anderen. Aber man selbst ist vielleicht auch Nutznießer. Das habt ihr gerade schon angesprochen. Was gibt euch euer ehramtliches Engagement über das Dankeschön hinaus?

Rieke: Ich bin im Zeltlager aufgewachsen. Unser Vater war dort 27 Jahre lang der Leiter. Ich war noch kein Jahr alt, da war ich schon dabei. Und jetzt bin ich selbst Betreuerin. Durch das Zeltlager habe ich unfassbar viel gelernt. Diese Offenheit, auf fremde Menschen zuzugehen, und sich vielleicht auch mit ihnen anzufreunden, das habe ich viel durchs Zeltlager gelernt. Zudem habe ich auch mein Jugendgruppenleiterschein (JGL) gemacht. Das wurde mir dadurch alles ermöglicht. Dafür bin ich ziemlich dankbar.

Du machst in diesem Schuljahr Abitur. Beeinflusst dich diese Arbeit auch in deiner Zukunftsplanung?

Rieke: Da beeinflusst mich vor allem die Kirche. Meine Pastorin ist Feuer und Flamme, dass ich auch Theologie studiere. Das kann ich mir auch gut vorstellen, aber ich kann mir ziemlich viele Sachen vorstellen. Die Entscheidung steht noch aus.

Nell: Wenn ich die Frage aufgreife, ob das Ehrenamt mir etwas für die Zukunft bringt, kann ich sagen: auf jeden Fall! Nachdem ich meinen ersten richtig krassen Sani-Fall hatte, habe ich gemerkt, dass ich da richtig Lust zu habe, und dass ich das weitermachen möchte. Deswegen habe ich mich entschieden, dass ich nach der Schule Notfallsanitäterin werden möchte. Das hat mir sehr geholfen. Beispielsweise habe ich die letzten Wochenenden meine Ausbildung zur Sanitätshelferin („San A“) gemacht. Das ist natürlich etwas, das auch im Lebenslauf gut aussieht. Insgesamt lernt man einfach sehr viel und entwickelt ein gutes Selbstbewusstsein. Wenn ich das später zum Beruf machen möchte, hilft es mir unheimlich, dass ich schon Kenntnisse habe.

Jannis: Ich könnte mir auch vorstellen, dass die Feuerwehr als Berufswunsch mit einfließen könnte, aber so ganz sicher bin ich mir nicht.

Estrella: Ich glaube nicht, dass ich gerne Trainerin werden wollen würde. Aber vielleicht möchte ich etwas machen, das mit Gesundheit zu tun hat. Ich habe viele Fortbildungen im Hinblick auf den Trainerschein besucht. Den physiologischen Bereich finde ich interessant. Aber nochmal zum Thema, was uns das Ehrenamt noch gebracht hat: Wenn man anderen Leuten etwas beibringt, dann wiederholt man es selbst nochmal. Das ist beim Lernen in der Schule ja auch so, und beim Basketball eben auch. Wenn ich den Kindern die Technik erkläre, dann lerne ich sie für mich in diesem Moment nochmal neu.

Sollte Ehrenamt bezahlt werden?

Rieke: Viele Ehrenamtler haben unheimlich viel Arbeit. Da gehört vieles Gutes, aber manchmal auch einiges Unschönes dazu. Aber im Großen und Ganzen macht mir mein Ehrenamt Spaß. Ich denke aber generell schon, dass man diese Arbeit, die bei vielen deutlich mehr ist als bei mir, bezahlen könnte, eben weil es oftmals so viel Arbeit ist.

Estrella: Außerhalb des Trainings und der Spiele muss ich ja auch organisatorische Dinge erledigen. Von Gesprächen mit Eltern bis zum Spielerpass beantragen. Das nimmt Zeit in Anspruch. Von daher halte ich eine kleine Aufwandsentschädigung, wie ich sie auch bekomme, für richtig. Meistens ist es ja auch nicht so viel.

Jannis: Bei der DLRG sind wir teilweise sechs Wochen in den Sommerferien am Strand. Manchmal auch darüber zeitlich hinaus, weil der Strand zumindest am Nachmittag bewacht ist. Wir bekommen dafür auch eine Aufwandsentschädigung. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass das richtig ist.

Muss man Engagement lernen? Gehört Ehrenamt in die Schulen, damit Kinder und Jugendliche als Teil des Unterrichts lernen, sich zu engagieren?

Estrella: Ich glaube schon, dass man es anleiten, darüber sprechen und Vorschläge machen sollte, um andere Menschen ebenfalls zu motivieren. Der Rest von diesem Engagement kommt aber in der Regel dann von selbst. Wir haben ja gerade schon gehört, dass es wirklich motivierend ist, positives Feedback zu bekommen. Wenn das da ist, ist dieser Anreiz schon ausreichend gesetzt, dass man weitermacht. Und wenn es einem nicht gefällt, dann ist das auch okay. Vielleicht ist auch nicht jeder Mensch dafür gemacht.

Rieke: Da kann ich gut dran anknüpfen. Man braucht schon eine Grundeinstellung, dass man Bock hat, mit Menschen zu arbeiten. Es gibt bestimmt auch ein Ehrenamt, in dem man für sich arbeiten kann, aber ich glaube, man muss ein bisschen der Typ dafür sein. Vielleicht muss man das erstmal herausfinden und für sich ausprobieren. Ich kann mir auf jeden Fall vorstellen, dass viele Menschen Bock auf Ehrenamt hätten, wenn sie es erfahren und ausprobieren würden.

Nell: Ich kann mich da nur anschließen. Ich glaube aber nicht, dass lernen das richtige Wort dafür ist. Wie Rieke gerade schon sagte: Entweder man ist ein Mensch, der sich gerne beteiligt oder eben nicht. Das ist ja auch nichts Schlimmes. Aber es ist wichtig, das Thema anzusprechen und die Möglichkeit zu bieten, sich zu engagieren. Die Menschen müssen vor Augen haben, was es überhaupt gibt, was sie alles machen können. Es gibt ja so viele Arten, sich zu engagieren.

Rieke: Ich glaube, dass viele Menschen in einem Ehrenamt aufblühen können. Wenn man das richtige gefunden hat, kann man sehr viel daraus ziehen.

Marie Wagner und Katharina Friemert (Journalismus-AG)


29.11.2021

Die neue SV stellt sich (und die Weihnachtsmann-Verschenkaktion) vor

Wir sind die neuen Mitglieder der SV am Alten Gymnasium:

Henri Meincke, Hanna Drömann, Jasper Lunde, Emmi Hansen, Silvan Pöllnitz, Nelly Kehrer, Arvid Mirzakhani,
Moritz Patten, Max Thomsen, Nika Döring, Stina Rabeler, Hania Wilkosz, Lasse Mohr, Kasimir Kehrer
mit den Verbindungslehrkräften Ulrich Böhm und Annette Pöllnitz.

Täglich sind wir in der zweiten großen Pause für euch im SV-Raum im Neubau zu erreichen. Wir freuen uns auf euch!

Bis zum 8. Dezember könnt ihr an unserer Weihnachtsmanngeschenkaktion teilnehmen, endlich bio und fair. 👍

Neuigkeiten erfahrt ihr über die Pinnwand im Turmaufgang. Dort steht aber erst einmal der wunderschön bunt geschmückte Weihnachtsbaum, klar, es ist ja auch Adventszeit. Im neuen Jahr ist die Pinnwand dann aktuell.

Eine schöne Adventszeit wünscht

Eure Schülervertretung


12.11.2021

Ausstellung der Exponate zum Flensburger "Fahrrad Freitag"

Nachdem das Alte Gymnasium im Juni 2021 erfolgreich an dem Projekt "Fahrrad Freitag" der alteingesessenen Flensburger Firma "Robbe & Berking" teilnahm und die Arbeiten der Schülerinnen und Schüler über den Sommer sowohl in der Kunsthalle bei Robbe & Berking als auch in verschiedenen Schaufenstern der Flensburger Innenstadt zu bewundern waren, haben wir unsere Exponate nach Ausstellungsende von Robbe & Berking zurückerhalten. Die Gelegenheit nutzten wir, um unter fachkundiger Anleitung der Kunstlehrerin Frau Ulique eine kleine Ausstellung rund um das Thema "Fahrrad" in den Hallen des Alten Gymnasiums (vor der Lehrerbibliothek) aufzubauen. Wir danken den Künstlerinnen und Künstlern und wünschen allen Interessierten viel Spaß beim Betrachten.

Kristina Neuhaus, Koordinatorin


09.11.2021

Lerngutscheine / Lernchancen-SH

Liebe Eltern und Sorgeberechtigte,

Als Teil der „Initiative Lernrückstände“ der Länder und des Bundes ermöglicht das Land Schleswig-Holstein in diesem Schuljahr Lernangebote für die Schülerinnen und Schüler zur Behebung von Corona-bedingten Lernrückständen. Im Rahmen dieses gemeinsamen Engagements ist als zentrale Angebots- und Kontaktplattform die Internetseite der ➚ Lernchancen.SH auf dem Zukunftskompass.SH erstellt worden. Dort finden sich unter den entsprechenden Rubriken – laufend aktualisiert und regionalisiert – die Angebote der externen Partner, die gebucht werden können.

Zudem gibt es dort Informationen zu allgemeinen Verfahrenshinweisen, Verträge zum Download und FAQ. Bei Interesse bzw. Bedarf kann man Kontakt zu den auf der Zukunftschancen.SH-Seite veröffentlichten AnsprechpartnerInnen aufnehmen.

Im 1. Schulhalbjahr 2021/22 (bis 31.01.2022) und 2. Schulhalbjahr (bis 31.07.2022) wird das Angebot des Nachhilfegutscheins fortgesetzt.

Um das Verfahren am Alten Gymnasium so effektiv wie möglich zu gestalten, gilt folgende Vorgehensweise:

  1. Download des Bildungsgutscheins durch die Erziehungsberechtigten.
  2. Die Erziehungsberechtigten füllen den Bildungsgutschein mit ihren Daten aus. Falls es Fragen zu Fächern und Themen gibt, helfen die Klassen- bzw. Fachlehrkräfte des Kindes weiter.
  3. Abgabe des ausgefüllten Bildungsgutscheins bei der Koordination in Raum 109, alternativ bei der Klassenlehrkraft.
  4. Die Koordination bzw. Klassenlehrkraft veranlasst das Stempeln und Unterschreiben des Bildungsgutscheins.
  5. Rückgabe des unterschriebenen und gestempelten Bildungsgutscheins an das Kind durch die Koordination bzw. Klassenlehrkraft.
  6. Eltern bzw. SchülerInnen suchen sich einen gewerblichen Nachhilfeanbieter aus und nehmen mit ihm Kontakt auf.
  7. Bei Zustandekommen des Angebots wird der Bildungsgutschein A dem gewerblichen Nachhilfeanbieter übergeben.
  8. Der gewerbliche Nachhilfeanbieter reicht den Bildungsgutschein A gemäß den ➚ Hinweisen ein.

➚ Download des Bildungsgutscheins


24.09.2021

Die "Jugend debattiert"–Podiumsdiskussion zur Bundestagwahl am Alten Gymnasium

Die Profis aus der Berliner Politik-Blase können sich an diesem Abend am Alten Gymnasium einiges von den jungen Menschen abschauen. Freundlich wird hier miteinander geredet. Die Jung-Politiker lassen sich ausreden. Es wird auch schonmal eine Konkurrenz-Partei gelobt und Gemeinsamkeiten zugestanden. Doch bei aller Höflichkeit werden auch Unterschiede zwischen den Parteien deutlich. 2,5 Stunden wird lebhaft diskutiert. Der Stadtschülerrat hat zwei Tage vor der Bundestagswahl die Vertreter der Jugendorganisationen der Parteien zu einer Podiumsdiskussion in den Lütke-Namens-Saal eingeladen. Und so debattieren Leon Bosse (Grüne), Mats Rosenbaum (SSW), Kianusch Stender (SPD), Marquardt Petersen (CDU) und Lucian Hummel (Linke) unter der souveränen Leitung von Stadtschülersprecher Momme Carstensen („Wir sind, auch wenn es viele nicht glauben, eine politische Jugend. Heute wollen wir eine Möglichkeit schaffen, dass junge Menschen sich politisch austauschen können.“).

Kianusch Stender von den Jusos will sich noch nicht zu einem etwaigen Kanzler Olaf Scholz gratulieren lassen. „Ich glaube keiner Umfrage“, sagt er. „Wir kämpfen bis Sonntag 17.59 Uhr.“ CDU-Mann Marquardt Petersen wünscht sich Jamaika auch für den Bund. „Ich finde es klasse, wie es in Schleswig-Holstein läuft.“ Lucian Hummel, dessen Stimme noch etwas von der wenige Stunden vorher stattgefundenen Fridays-for-Future-Demo angeschlagen ist, sieht das Wirken der Union gänzlich anders. „Die Problematik der Klimakrise ist nicht neu, und sie zeigt ein Versagen der Politiker seit den 80er Jahren. Und auch die Politik der letzten 16 Jahre ist fragwürdig.“ Ebenso kritisiert er die Grünen als neoliberal, was Leon Bosse („Wir haben Fehler im Wahlkampf gemacht. Unsere Kanzlerkandidatin hat Fehler gemacht. Wir haben aber mit Abstand das beste Programm.“) so nicht stehen lassen will. Er kritisiert vielmehr die FDP und deren Parteichef Christian Lindner für den Abbruch der Jamaika-Koalition 2017. Da sich der FDP-Vertreter Christoph Anastasiadis aufgrund einer Parallelveranstaltung entschuldigen lässt, bleibt die Antwort der Liberalen aus.

Es wäre spannend gewesen, die Ausführungen der FDP zu hören. So liefert sich in erster Linie CDU-Mann Marquardt Petersen die kontroversesten rhetorischen Schlagabtäusche mit den Kollegen auf dem Podium. Auf seine Aussage, dass für den ÖPNV wenig Geld zur Verfügung stehe, bekommt er von Mats Rosenbaum vom SSW direkt den Hinweis, dass es nicht mehr werden würde, wenn die CDU den Soli ganz abschaffen wolle, „der nur noch die reichsten fünf Prozent der Bevölkerung betrifft“. Generell wird es bei der Diskussion über die soziale Gerechtigkeit, neben dem Klima der größte Themenblock, emotional. Entsprechend fällt auch die Bewertung auf die Frage „Wie sozial ist Deutschland?“ aus. Während Petersen vor Schwarzmalerei warnt und die Schulnote 3 verteilt, fällt die Bewertung der Kollegen deutlich schlechter aus. Bildung ist dann auch gleich das nächste Thema, auf das Fragen aus dem Publikum folgen, so dass noch die Außen- und Sicherheitspolitik oder die Legalisierung von Cannabis diskutiert werden.

Und wie bewerten die Diskutanten den Abend?

Leon Bosse: „Das war ein total schöner Abend mit interessierten jungen Menschen, die tolle Fragen gestellt haben. Es war auch ein schwieriger Abend in dem Sinne, dass komplizierte, aber interessante Fragen kamen – von der Außen- und Sicherheitspolitik bis zur Bildungs- und Sozialpolitik. Das war ein breites Spektrum, das abgedeckt wurde. Ich fand das total spannend und hoffe, dass ich mit meinen Positionen durchdringen konnte.“

Mats Rosenbaum: „Es war eine wunderbare Veranstaltung. Ich fand es sehr schön, dass man auch mal in einem ruhigeren, kleineren Rahmen Politik so nah an jungen Menschen diskutieren konnte. Ich fand es besonders schön, dass auf dem Podium junge Menschen saßen. Es ist vom Ambiente sehr gut, wenn man sowohl oben als auch unten junge Menschen hat, die bei der Lebensrealität näher aneinander dran sind.“

Kianusch Stender: „Ich habe mich sehr über diese Veranstaltung gefreut. Es waren eine Menge Leute da und die Fragen haben gezeigt, dass alle interessiert waren. Wir konnten auch einige Unterschiede zwischen den Parteien aufzeigen. Deswegen jedes Mal gerne wieder. Vielen Dank an die Organisatoren.“

Lucian Hummel (Die Linke): „Ich fand den Abend sehr gelungen. Ich habe mich darüber gefreut, dass hier nur demokratische Parteien vertreten waren.“

Marquardt Petersen (CDU): „Ganz klasse. Jegliche politische Aktion von Jugendlichen ist wichtig. Ich bin selbst Schüler vom Alten Gymnasium. Wir hatten früher mit Herrn Kuhrt die Diskussion, die Jugend sei nicht politisch. Jetzt saßen wir hier und haben über wichtige politische Themen gesprochen. Ich habe gewusst, dass die CDU nicht die allergrößte Partei bei den Jugendlichen ist, ich kann aber wiederum sagen: Viele sind in der Jungen Union aktiv. Mir ist es wichtig, dass man in demokratischen Parteien seine Meinung sagt und mit dabei ist. Ich glaube, dass die Demokratie am Ende immer gewinnt.“

Nicht alle Schülerinnen und Schüler, die im Publikum sitzen, dürfen am Sonntag wählen, aber doch einige. Und warum sollen junge Menschen – kurz zusammengefasst – gerade die Partei der Diskutanten wählen?

Marquardt Petersen (CDU): „Mit der CDU haben wir ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben.“

Lucian Hummel (Linke): „Wir wollen nicht weiter kürzen. Wir stehen für eine neue Art der Bildung ein. Und vor allem sorgen wir für Klimagerechtigkeit, das ist unser Hauptpunkt.“

Kianusch Stender (SPD): "Wir haben über 84 junge Politikerinnen und Politiker, Jusos, die zur Bundestagswahl antreten und die Zukunft selbst gestalten wollen. Wer möchte, dass viele junge Leute ins Parlament kommen, der muss uns wählen.“

Mats Rosenbaum (SSW): „Wenn es ein junger Mensch ist, der Interesse daran hat, dass jemand im Bundestag sitzt, der sich für Schleswig-Holstein und unsere Region einsetzt und die anderen Bundesstagabgeordneten aus Schleswig-Holstein immer mal wieder daran erinnert, dass es noch etwas anderes gibt als Straßen in Bayern, dann ist die Stimme für uns richtig.“

Leon Bosse (Grüne): „Wir machen die Zukunft!“

Die Diskussion, die der Stadtschülerrat im Alten Gymnasium organisiert hat, ist eine, die noch mehr Aufmerksamkeit verdient hätte – und das nicht nur von Schülerinnen und Schülern. Selbst manchem Berufspolitiker hätte es gutgetan, von der Veranstaltung zu lernen, wie politische Diskussion funktionieren kann. Dieser Abend ist aber an die jungen Menschen gerichtet. Und so verabschiedet Moderator Momme Carstensen das junge Publikum mit den Worten: „Bleibt bitte politisch. Und diejenigen, die wählen dürfen, geht bitte wählen.“

Stefan Beuke


15.09.2021

Ferienaktionen der Schulsozialarbeit

➚ Hier findet ihr das Programm, das die Schulsozialarbeit in den Herbstferien anbietet. Dort könnt ihr euch über die einzelnen Aktionen informieren. Die ➚ Anmeldung druckt ihr bitte aus, tragt alle notwendigen Angaben ein und lasst sie Frau Volpert zukommen.


05.08.2021

Willkommen, Sextaner!

Hier findet ihr die Klassenfotos, die am Einschulungstag von euch gemacht wurden. Alle weiteren Fotos dieses Tages findet ihr in der ➚ Galerie.

Außerdem haben Schülerinnen und Schüler der ehemaligen neunten Klassen für euch ein paar Informationen zusammengestellt, sodass ihr wisst, ➚ was uns besonders macht und ➚ wie ihr euch bei uns ein bisschen besser zurechtfindet.

Die neue 5a mit Frau von Malottki und Herrn Behnke Die neue 5b mit Frau Kaiser und Herrn Reich
Die neue 5c mit Frau Haupt und Herrn Schmidt Die neue 5d mit Frau Jagow-Krug und Herrn Fischer

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