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Bundeswettbewerb „Philosophischer Essay"

Der Wettbewerb „Philosophischer Essay“ wurde 1999 ins Leben gerufen und findet ein Mal im Jahr statt. Er richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II, die Interesse am Philosophieren haben. Aufgabe ist es, zu einem der vier zur Auswahl stehenden Zitate und Aphorismen eigene philosophische Überlegungen zu formulieren und in einem Essay niederzuschreiben.
Die besten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs vertreten Deutschland bei der Internationalen Philosophie-Olympiade.

An dem Landeswettbewerb „Philosophischer Essay“ haben 2011 zwei Schüler des Alten Gymnasiums brillante Leistungen gezeigt. Jan Kruse (13d) gelang es mit seinem Aufsatz, für die Endausscheidung nominiert zu werden. Lisa Bürger (13b) wurde für die eigenständige gedankliche Auseinandersetzung mit der künstlerischen Arbeit von Timm Ulrichs mit dem vierten Preis ausgezeichnet.

2013 nahm Felix Linker (13d) am Bundeswettbewerb „Philosophischer Essay“ mit seinen Gedanken zu Schillers Frage nach der Mehrheit bei der politischen Entscheidungsfindung teil. Leider gelang es ihm nicht, sich mit seinem Essay gegen die starke und zahlenreiche Konkurrenz durchzusetzen. Dennoch zeugen seine Ausführungen von gedanklicher Schärfe und klarer Argumentation, so dass eine Veröffentlichung an dieser Stelle seine Arbeit würdigen soll.

Wir gratulieren herzlich zu dieser beachtenswerten Leistung!

Mandy Haupt

Ausgewählte Essaythemen der vergangenen Jahre:

2013




„Es gibt überhaupt kein Dasein, das beständig wäre – weder das unsre ist es, noch das der Dinge. Samt Verstand rollen und fließen wir wie alle sterblichen Wesen ohne Unterlaß dahin. So lässt sich nichts Sicheres von einem aufs andere schließen, befinden sich Urteilende wie Beurteiltes doch in fortwährendem Wechsel und Wandel.“
Michel de Montaigne: Essais II,12. Apologie des Raymond Sebond. Frankfurt am Main 1998, Seite 299. Übersetzung Hans Stilett.
2008



„Es ist ebenso unmoralisch, Geld von den Reichen zu nehmen und den Armen zu geben, unter der Voraussetzung, dass die Reichen ihr Geld ehrlich verdient haben. Wieso ist Stehlen moralisch? Und wo ist der Unterschied zwischen Besteuerung und Diebstahl?“
Milton Friedman, Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften 1976, im Interview mit dem Süddeutsche Zeitung Magazin, Heft vom 23.6.2006
2003


„Wie Schiffer sind wir, die ihr Schiff auf offener See umbauen müssen, ohne es jemals in einem Dock zerlegen und aus besten Bestandteilen neu errichten zu können.“
Otto Neurath: Protokollsätze. In: Erkenntnis, Bd. 3 (1932/33). S. 204-214, hier Seite 206
1999


„Was ist zum Schluss der Mensch in der Natur? Ein Nichts vor dem Unendlichen, ein All gegenüber dem Nichts, eine Mitte zwischen Nichts und All.“
Blaise Pascal: Pensées, Nr. 72

 

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