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Alte Sprachen am Alten Gym
Latein | Griechisch

Latein

Am Alten Gymnasium als einziger Schule in Flensburg gibt es einen altsprachlichen Zweig, d. h. eine Klasse pro Jahrgangsstufe mit Latein. Die Kinder lernen hier Latein und Englisch ab der fünften Klasse. Die erste Fremdsprache Latein wird in fünf Wochenstunden, die zweite Fremdsprache Englisch in zwei Wochenstunden erteilt. In Klasse 6 sind beide Fächer vierstündig.


Warum Latein?

  • Fundament für das Erlernen moderner Fremdsprachen

Die romanischen Sprachen Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch und Rumänisch sind aus dem Lateinischen hervorgegangen. Selbst das Englische führt etwa 60 Prozent seiner Wörter auf die lateinische Sprache zurück.
Die Kinder lernen im Lateinunterricht die Struktur von Sprache kennen, die grundlegend für das Erlernen moderner Fremdsprachen ist. Das parallele Unterrichten von Latein und Englisch macht die Beziehungen zwischen den Sprachen in Wortschatz und Grammatik deutlich und führt so zu einem vertieften Verständnis für Sprache.

  • Verbesserung der muttersprachlichen Kompetenz

Das Erlernen grammatischer Strukturen im Lateinischen und das Übersetzen lateinischer Texte ermöglichen eine genaue Kenntnis der deutschen Grammatik und fördern die sprachliche Beweglichkeit und Ausdrucksfähigkeit im Deutschen.

  • Ausbildung langfristig wirksamer kognitiver Fähigkeiten

Beim Übersetzen lernen die Kinder intensiv, Strukturen und logische Zusammenhänge zu erfassen. Dieses systematische Denken wirkt sich positiv auch auf andere Fächer aus. Latein fordert und fördert Konzentrationsfähigkeit, Ausdauer, Gründlichkeit und Gewissenhaftigkeit, da es beim Übersetzen nicht auf Schnelligkeit, sondern auf Genauigkeit ankommt. Somit werden vor allem langfristig wirksame Qualifikationen erworben, durch die die Allgemeinbildung und Studierfähigkeit nachhaltig gefördert werden. Da in unserem Zeitalter spezialisiertes Fachwissen in immer kürzeren Abständen zu veralten droht, kommt derartigen Qualifikationen eine besondere Bedeutung zu.

Nützliche Links:

Material zum Selbststudium findet sich auf der Internetseite von Michael Bradtke:
http://www.mbradtke.de/index0.htm

Interaktive Übungen finden sich hier:
http://www.gymipro.de/Latein/ueb.htm

Eselsbrücken fürs Lateinlernen sind hier zu finden:
http://www.gymipro.de/Latein/eselsbr-gr.htm

Alphabetischer Grundwortschatz:
http://reuchlin-gymnasium.de/index.php/unterricht/fachschaften/altesprachen/materialien-2 (pdf)

Thematischer Grundwortschatz:
http://www.gymnasium-konz.de/cms/gyk/media/root/fachbereiche_und_ags/
fachbereiche/04_la/2009/gyk_grundwortschatz_latein_fs2.pdf

Griechisch

Seit diesem Schuljahr wird – nach einer dreijährigen Pause - am Alten Gymnasium wieder Altgriechisch als dritte Fremdsprache angeboten: in G9 ab der neunten Klasse (beginnt im Schuljahr 2011/12 zum letzten Mal), in G8 ab der achten Klasse (beginnt im Schuljahr 2011/12 zum ersten Mal). Der Griechischunterricht umfasst vier Unterrichtsstunden pro Woche.
Unterrichtet wird in den ersten beiden Unterrichtsjahren (Grammatikphase) mit dem Lehrbuch KAIROS, das auch Neugriechisch in den Sprachunterricht einbezieht.
Nach der 10. Klasse (G9) bzw. nach der 9. Klasse (G8) haben die Schüler noch einmal die Möglichkeit, sich für oder gegen die Fortführung dieser 3. Fremdsprache in der Oberstufe zu entscheiden. Allerdings kommt ein Griechisch-Kurs (dreistündig) nur zustande, wenn sich genügend Teillnehmer/innen dafür finden.

In der Oberstufe (Lektürephase) werden in sinnvoller Auswahl, bei der auch die Neigungen der Schülerinnen und Schüler Berücksichtigung finden, Auszüge gelesen aus den Werken von Autoren wie:
- Homer (Epen um die Trojanische Sagenwelt)
- Platon (philosophische Dialoge)
- Xenophon (historische Werke über die Auseinandersetzung der Griechen mit den Persern)
- Thukydides oder Herodot (Väter der Geschichtsschreibung) und
- attische Tragödien (Oidipus, Antigone, Orestie).

Graecum

Die neueste Bestimmung verfügt Folgendes:
„Zum Erwerb des Graecums müssen die Schülerinnen und Schüler nachweisen, dass sie in angemessenem Umfang  Kenntnisse in der Grammatik, im Wortschatz und aus dem Bereich der griechischen Politik, Geschichte, Philosophie und Literatur besitzen, so dass sie griechische Originaltexte im sprachlichen Schwierigkeitsgrad inhaltlich anspruchsvollerer Platon-Stellen in Inhalt, Aufbau und Aussage erfassen können. Dieses Verständnis ist durch eine sachlich richtige Übersetzung in angemessenem Deutsch, ggf. zusätzlich durch eine vertiefende Interpretation, nachzuweisen.
 Die oben genannten Kompetenzen werden in der Regel durch einen vierjährigen aufsteigenden Pflichtunterricht erreicht.“

Quelle:
Nachrichtenblatt des MBK, Februar 2011, S. 35:
http://www.schleswig-holstein.de/cae/servlet/contentblob/443240/publicationFile/AusgabeFebruar.pdf

Altgriechisch – wozu?

„(Noch) eine tote Sprache, die mich im modernen Leben nicht weiter bringt“ – hört der Latein- und Griechischlehrer oft. Hier sind einige Denkansätze. Wer nach weiteren Argumenten sucht, um sich zum Griechischunterricht überzeugen zu lassen, der gebe im Suchbrowser des Internets „Griechisch wozu“ ein – und wird schnell fündig.

  • Die Griechen haben sich als erstes abendländisches Volk mit philosophischen Fragen auseinandergesetzt und dabei den Grundstein für viele moderne Wissenschaften gelegt: Mathematik, Astronomie, Physik, Medizin, Musik, Architektur, Biologie… Wir Griechischschüler befassen uns also nicht nur mit den Vokabeln und der Grammatik einer inzwischen nicht mehr gebräuchlichen Sprache, sondern in jedem Text lernen wir ein Stück Herkunft unserer eigenen Kultur kennen: Der Inhalt und die Relevanz der Texte, die wir lesen, sind mindestens genauso wichtig wie die Übersetzungskompetenz – und das bietet eine moderne Fremdsprache in dem Maß kaum ab dem ersten Lernjahr.

  • Das Interesse der Griechen beschränkte sich nicht nur auf die Natur der Dinge um sie herum, sondern für die oben als Lektüre genannten Autoren stand immer der Mensch und sein Verhalten im Mittelpunkt: In moralischer, pädagogischer, rechtlicher Hinsicht stehen uns die Griechen in Nichts nach, im Gegenteil: Oftmals liefern sie uns längst verschüttete Antworten, die uns helfen, uns besser mit uns selbst auseinander zu setzen und unseren Platz in unserer heutigen Gesellschaft zu finden und zu behaupten. Z. B. setzten sie sich bereits mit der Definition und Umsetzung von Freiheit, Demokratie, gerechter Staat – gerechter Mensch, dem Menschen als Maß aller Dinge, seinem Verhältnis zu Gott (bzw. den Göttern), Fehlern, Krankheit, Tod etc. auseinander. Wenn wir uns eingehender nicht zur Gymnasialzeit damit beschäftigen wollen: Wann dann?

  • Sich mit längst Vergangenem, „Totem“ zu beschäftigen, bedeutet nicht, sich mit unnützem Zeug zu beschäftigen, im Gegenteil: Entweder wundert man sich ob all der inzwischen vergangenen Zeit, wie ähnlich die Streitfragen, Ansichten und Probleme der griechischen und unserer Gesellschaft sind, oder man betrachtet die Unterschiede zu unserer heutigen Zeit wie durch eine Lupe: Man wird sensibilisiert für Verhältnisse und Ereignisse, die man sonst als selbstverständlich hinnimmt. Fragen zu stellen war für die Griechen das Privileg der Besten!

Helen Warnat

 

 


 

 

 

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